Veterinärmedizinische Homöopathie
Die veterinärmedizinische Homöopathie hat eine fast ebenso lange Tradition wie die humanmedizinische. Die erste Veröffentlichung datiert auf das Jahr 1815 (Donauer), also nur fünf Jahre nach Herausgabe der ersten Auflage des Organons. Der eigentliche Aufschwung begann allerdings erst 1829 mit einem Vortrag Hahnemanns im Leipzig vor der königlich ökonomischen Gesellschaft. Dieser hatte die homöopathische Heilkunde der Haustiere zum Thema und beschäftigte sich auch mit ev. Arzneimittelprüfungen an Tieren, die Hahnemann nach ihrem jeweiligen Gesundheitszustand differenzieren wollte.
in der folgenden Zeit erschienen zahlreiche veterinär-homöopathische Veröffentlichungen von Tierärzten, Ärzten und Laien (Lux, Weber, Sommer u. a.). Der Kreis der homöopathisch arbeitenden Tierärzte erweiterte sich dann rasch, und in den periodischen Fachblättern beginnt eine rege und ernste literarische Tätigkeit, die von theoretischen Fragen der homöopathischen Arzneimittellehre über Beiträge zur homöopathischen Pharmakopoe und Krankengeschichten bis zu kritischen Auseinandersetzungen reicht. Insgesamt kennen wir an die tausend veterinärhomöopathische Arbeiten, davon die meisten aus dem vorigen Jahrhundert.
Um die Jahrhundertwende wurde es stiller um die tierärztliche Homöopathie. Nach wie vor gab es Tierärzte und Laien, die Homöopathie anwandten, Zeitschriften, die darüber berichteten, Bücher die sie lehrten, der große Streit jedoch schien ausgefochten.
Erst nach dem Krieg kam es in Deutschland unter der Leitung von Dr. Hans Wolter zur Gründung einer "Homöopathisch-Biologischen Arbeitsgemeinschaft für Tierärzte". Zahlreiche Veröffentlichungen und Veranstaltungen folgten und auch an den Universitäten fanden mehrere Nachprüfungen der tierärztlichen Homöopathie statt.
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